Ransomware-Welle 2025: Akira, Black Basta & warum Backup allein nicht mehr reicht
Im ersten Halbjahr 2025 stiegen die Ransomware-Vorfälle bei deutschen Mittelständlern um 71 %. Wir zeigen die echten Einfallstore – und was Sie heute Abend noch ändern können.

Die Zahlen, die niemand sehen will
Das BSI Lagebild 2025 ist ernüchternd: +71 % gemeldete Ransomware-Vorfälle bei Unternehmen unter 250 Mitarbeitern. 57 % der Betroffenen waren mindestens 5 Werktage operativ lahmgelegt. Durchschnittlicher Gesamtschaden – inklusive Produktionsausfall, IT-Forensik und Rechtsberatung: 312.000 Euro.
Drei Banden dominieren das Spielfeld:
- Akira – spezialisiert auf VPN-Gateway-Lücken (siehe unser Beitrag zu Citrix Bleed 2)
- Black Basta – aggressive Doppel-Erpressung, leakt Daten parallel zur Verschlüsselung
- BlackSuit (Royal-Nachfolger) – fokussiert auf produzierendes Gewerbe und Healthcare
Der gefährliche Backup-Mythos
„Wir haben doch ein Backup." – Diesen Satz hören wir jede Woche. Und in 6 von 10 Notfällen stellt sich heraus:
- Das Backup lief seit Monaten nicht durch
- Die Wiederherstellung wurde nie getestet
- Das Backup hängt im selben Netzwerk wie die Produktion und ist mitverschlüsselt worden
- Die Aufbewahrungsfristen sind kürzer als die Erkennungszeit (Angreifer waren 47 Tage drin, bevor sie aktiviert haben)
Ein Backup ohne Wiederherstellungstest ist kein Backup. Es ist ein Hoffnungsschimmer.
Die 3-2-1-1-0-Regel (das neue Gold-Standard für 2025)
- 3 Kopien der Daten
- 2 unterschiedliche Speichermedien
- 1 Kopie außerhalb des Standorts
- 1 Kopie air-gapped oder immutable (unveränderlich)
- 0 Fehler bei der letzten Wiederherstellungsprüfung
Punkt 4 und 5 sind das, was viele Mittelständler 2025 noch nicht haben.
Was zwischen Tag 0 und Stunde X passiert
Eine typische Akira-Attacke verläuft so:
1. Tag −47: Initial Access über ein ungepatchtes VPN-Gateway 2. Tag −45 bis −5: Lateral Movement, Credential Harvesting, Exfiltration von 800 GB Daten 3. Tag −2: Backup-Strukturen identifiziert und gezielt sabotiert 4. Tag 0, 03:14 Uhr Sonntag: Verschlüsselung aller Live-Systeme und Backups 5. Tag 0, 08:00 Uhr: Mitarbeiter finden Lösegeldforderung – 1,2 Mio. USD in Monero
Bei 47 Tagen Verweildauer hilft Ihnen ein wöchentliches Backup nicht. Sie brauchen Active Protection auf Datei-Ebene, das jede unautorisierte Massenverschlüsselung in Echtzeit stoppt.
Was wir konkret tun
Unser Managed Backup + Recovery ist explizit gegen die heutigen Angreifer designt:
- Air-Gap Storage in unserer Cloud (deutsches Rechenzentrum)
- Immutable Snapshots mit Aufbewahrung bis 90 Tage
- Active Protection auf Endpoint-Ebene
- Wiederherstellungstests quartalsweise – dokumentiert
- RTO < 15 Minuten für kritische Systeme
Die unbequeme Frage
Wann wurde Ihr letztes Backup zum letzten Mal erfolgreich wiederhergestellt? Wenn Sie zögern – wir sprechen darüber.
Klingt das nach Ihrem Risiko?
Wir analysieren in einem kostenfreien 30-Minuten-Gespräch, wie verwundbar Ihre Infrastruktur aktuell ist – konkret, ohne Verkaufs-Folien. Anschließend erhalten Sie eine schriftliche Einschätzung mit drei priorisierten Maßnahmen.
Über 10 Jahre Erfahrung in Managed Security für den deutschen Mittelstand. Made in Germany. Inhabergeführt.
Oder rufen Sie direkt an: +49 (0) 6629 9153890.